Farö

Die Insel Farö zeichnet sich in erster Linie durch seine vielfältige Natur aus. Aufgrund der spärlichen Besiedlung ist das Eiland vielerorts unberührt und in ihrem natürlichen Zustand geblieben. Dies zeigt sich insbesondere im Naturschutzgebiet Ulla Hau. Über mehrere Jahrhunderte hinweg hat der Wind das Reservat zu einer großen Parabeldüne geformt, die heutzutage die größte ihrer Art in ganz Schweden ist. Ulla Hau gilt daher als beliebtes Ziel für ausgedehnte Spaziergänge inmitten der Natur.

Ein ganz anderes Gesicht von Farö wird auf der Halbinsel Langhammarshammeren deutlich. Die Landschaft wirkt durch ihre Kargheit sowie beeindruckenden Rauken fast schon surreal. Rauken sind Kalksteinfelsen, die über viele Jahrtausende von Wind und Wetter geformt wurden und an den flachen Stränden der Insel besonders eindrucksvoll wirken. Einige der Rauken erreichen eine Höhe von mehr als acht Metern.

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist die Kirche von Farö. Einige historische Tafeln geben vor Ort Aufschluss darüber, wie die Bewohner der Insel vor vielen Jahrhunderten lebten. So erzählt die Große Robbentafel beispielsweise die Geschichte tapferer Robbenjäger aus dem 17. Jahrhundert. Während der Jagd auf dem Eis zerbrach dieses und die Jäger wurden auf unterschiedlichen Eisschollen auf die Ostsee getrieben. Erst auf dem schwedischen Festland konnten sie gerettet werden.

Auf dem Friedhof der Kirch von Farö befindet sich darüber hinaus das Grab von Ingmar Bergman, der bis heute als einer der wichtigsten Autoren und Regisseure der schwedischen Geschichte gilt und der zeitlebens von der Natur der Insel fasziniert war.

Auf dem Natur- und Kulturpfad Dämbaskogen können Urlauber während eines kleinen Spaziergangs allerhand interessante Fakten bezüglich der Geschichte der Insel Farö entdecken. Der 1.200 Meter lange Wanderweg ist gespickt mit Sitzbänken und Informationstafeln. Auf diesen finden sich sowohl Informationen rund um die Natur dieses Gebietes als auch historische Details. Nebenbei können einige historische Stätten bewundert werden. Selbst 2.000 Jahre alte Gräber sowie Keller aus dem 19. Jahrhundert finden sich entlang des Weges.

Über viele Jahrhunderte spielte die Fischerei auf Gotland und Farö eine wichtige Rolle. So wird die historische Fischerstelle Helgummanen noch heute als saisonales Nebengewerbe der Bauern genutzt. Wer sich für die Geschichte des Fischfangs interessiert, der trifft in Helgummanen nicht nur auf alte Fischerhütten, sondern kann den Fischern mit etwas Glück bei der Arbeit zusehen.

Café & Creperie „Kutens Bensin“

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